Internationaler Tag des Ehrenamtes

Liebe Selbsthilfeaktive,
im Namen des gesamten Teams Kiss Mittelfranken möchten wir Ihnen an diesem Tag, dem Internationalen Tag des Ehrenamts zwei Sachen sagen:
Respekt und Danke!
Respekt für Ihre Offenheit bzgl. Ihrer Themen und das stetige Voranbringen des Selbsthilfegedankens!
Danke für Ihr unerschütterliches Engagement und Ihre stetigen Bemühungen aufzuzeigen, wie bereichernd die Selbsthilfe für jeden Einzelnen sein kann!
Auf ein neues Jahr voller Tatendrang und spannender Ereignisse.
Auf ein neues Jahr mit Ihren Ideen und vielen tollen Projekten.
Genießen Sie diesen Tag und klopfen Sie sich selbst auf die Schulter für Ihr Ehrenamt!

Kiss Mittelfranken, 05.12.2017

Verdopplungsaktion Spenden

Die Sparkasse verdoppelt wieder jede Spende bis 100 Euro, die am Freitag den 1. Dezember ab 12 Uhr für uns über das Portal „Gut für Nürnberg“ eingeht! Nutzen Sie dafür einfach folgende Links für eine Spende für das Selbstival oder eine Spende für die Kontaktstellen Mittelfranken

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!!!

Kiss Mittelfranken, 28.11.2017

Junge Selbsthilfe – neue Zugangswege finden und gestalten

…lautet der Arbeitstitel des Workshops „Junge Selbsthilfe“ beim 11. bayerischen Selbsthilfekongress in Augsburg, den Kiss angeboten hat.  Gut 300 Teilnehmende zählt der gesamte Selbsthilfekongress dieses Jahr, mehr als zwei Drittel davon sind Selbsthilfeaktive, die aus ganz Bayern angereist sind.  Auch das Interesse am Workshop Junge Selbsthilfe ist groß und so diskutieren 31 Selbsthilfeaktive und MitarbeiterInnen aus Selbsthilfekontaktstellen darüber, was Selbsthilfe überhaupt ist und ob dieses Verständnis ausreicht, um junge Erwachsene für das Thema Selbsthilfe zu begeistern.

Schnell wird klar, dass es eine Erweiterung des Begriffs „Selbsthilfe“ braucht und zwar in zwei Dimensionen:

  1. Die Form: Selbsthilfe heißt nicht nur Stuhlkreis! Auch gemeinsame Aktivitäten gehören dazu.
  2. Der Inhalt: Selbsthilfe ist nicht nur krankheits- und problembezogen! Es gibt so viele Themen, die in Selbsthilfegruppen bearbeitet werden können.

Als „Praxisbeispiel“ haben wir Unterstützung von zwei Selbsthilfeaktiven aus dem Verein Queerbeet Augsburg e. V., die uns genau das bestätigen. So erzählen die beiden, dass sich in ihrer Gruppe schwule, lesbische, bisexuelle, trans* und queere Menschen treffen, austauschen, Themen erarbeiten oder zusammen unterwegs und aktiv sind. Die Arbeit der jungen Gruppe beeindruckt die Workshopteilnehmenden und so werden die beiden regelrecht mit Fragen gelöchert, die sie geduldig und mit viel Humor beantworten.

In den anschließenden Kleingruppen wird angeregt zu den Fragen „Was wollen junge Menschen in der Selbsthilfe? Was gibt es schon, was hat sich bewährt? (Gruppenthemen, Arbeitsform), Was fehlt im Bereich Junge Selbsthilfe? und „Bringt es etwas, wenn sich junge Leute unter sich austauschen (oder fehlt da die Erfahrung)? Gibt es vielleicht Themen, die erst die jetzige (junge) Generation betreffen? Was können „alte“ Selbsthilfeaktive beitragen?“ diskutiert und die Ergebnisse dann im Plenum gesammelt.

Foto: Flipcharts zu den Themen Junge Selbsthilfe

Fazit: Wir sind uns einig, dass es das Konzept Junge Selbsthilfe braucht! Der Austausch unter Gleichaltrigen und damit das Teilen von Erfahrungen auf Augenhöhe ohne „Belehrung durch Ältere“ sind genauso wichtig wie anzuerkennen, dass junge Menschen oft andere, unter Umständen neue Themen haben oder auch Krankheiten anders erleben und verarbeiten. Um junge Menschen für die Selbsthilfe zu erreichen, braucht es aktive, aufsuchende Angebote, die ggf. zunächst anonym genutzt werden können sowie eine Vielzahl von Kanälen z. B. Social Media. Auf der anderen Seite brauchen bestehende junge Selbsthilfegruppen Unterstützung durch Fortbildungen und finanzielle Mittel und vor allem die Akzeptanz, ihre Gruppe so zu gestalten, wie es für sie am besten passt – auch wenn die Selbsthilfegruppe dann vielleicht nicht mehr „Selbsthilfegruppe“ heißt.

Gruppeninventur – Reisen und Reflektieren mit der ganzen Gruppe

Ähnlich wie bei der Jahresinventur einer Firma ermöglicht das neue Angebot „Gruppeninventur“ von SeKo Bayern e.V. gemeinsam darüber nachzudenken, wie die Selbsthilfegruppe aktuell da steht, was besonders gut läuft und in welchen Bereichen es vielleicht Änderungsbedarf gibt.
Unter Moderation eines/r erfahrenen Selbsthilfeberaters/in können sich die Mitglieder einer Selbsthilfegruppe an einem drei- bis vierstündigen Treffen in einer anderen bayerischen Stadt austauschen. So können gemeinsam neue Ideen für die Inhalte, die Struktur und die Aufgabenverteilung entwickelt werden.
Weg vom Alltag bietet die gemeinsame Fahrt in eine andere Stadt außerdem die Möglichkeit informelle Kontakte zu festigen und im Anschluss an die Gruppeninventur ein Treffen mit einer anderen Selbsthilfegruppe zu organisieren oder ganz einfach gemeinsam die Stadt zu besichtigen.
Im Jahr 2018 werden insgesamt 28 Termine in Hersbruck, Mühldorf, München, Nürnberg, Regensburg, Rosenheim und Würzburg angeboten. Interessierte Selbsthilfegruppen melden sich bei der Geschäftsstelle von SeKo Bayern für einen Termin an und können die Übernahme der Fahrtkosten bei ihrem Regionalen Runden Tisch (nur für Gesundheitsselbsthilfegruppen) beantragen.
Weitere Informationen und Termine:
Gruppeninventur_Flyer_2018

Anmeldung ab 16.12.2017 per Email an selbsthilfe@seko-bayern.de möglich.

Seko Bayern, 02.11.2017

Selbsthilfekongress 2017 in Augsburg

Gemeinsam tun: zufriedener durch Selbsthilfe

Der größte Selbsthilfekongress Deutschlands findet alle zwei Jahre in Bayern statt!
Beim 11. Bayerischen Selbsthilfekongress in Augsburg trafen sich 300 Teilnehmende, um sich unter dem Motto „Gemeinsam tun: Wege zu mehr Gesundheit“ auszutauschen, aber auch neue Dinge zu erproben.
„Wir sind sehr zufrieden“, so die Geschäftsführerin Theresa Keidel kurz nach der Veranstaltung, „insbesondere das große Interesse von Selbsthilfeaktiven, die mit über 210 Personen die größte Gruppe des Kongresses bildeten, war überwältigend“.
„Wege zu mehr Zufriedenheit“ war auch das Thema des Hauptvortrages der Bestsellerautorin Christina Berndt, die wichtige Impulse und Praxistipps gab, wie wir unsere Zufriedenheit steigern können, und damit mehr gewinnen, als wenn wir nur dem großen Glück nachjagen. Gerade Menschen in Selbsthilfegruppen, die durch eine Erkrankung oder eine Krise ja gerade nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, haben durch die von ihnen gelebte Gemeinschaft in der Gruppe offensichtlich eine besonders hohe Lebenszufriedenheit.
Dies wurde deutlich bei einer Umfrage unter den Kongressteilnehmenden. Auf die Frage, wie die Selbsthilfe die eigene Zufriedenheit unterstützt, kamen Antworten wie: „das soziale Netzwerk unterstützt mich in guten und schlechten Zeiten“, oder „dort werde ich immer verstanden“ oder „der Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten“.
Erfreulich auch das hohe Interesse der Politik: So besuchten fünf Landtagsabgeordnete die Veranstaltung und zeigten damit die hohe Anerkennung, die die Selbsthilfe auch in der bayerischen Politik genießt.
Am Nachmittag waren fünf Workshops auf das „Gemeinsame Tun“ ausgerichtet. Hier wurde eine bunte Palette an Möglichkeiten wie beispielsweise Entspannungsmethoden oder Kneippanwendungen aufgezeigt, um gemeinsam aktiv zu werden und die Selbsthilfearbeit lebendiger zu gestalten.
Vier andere Workshops beschäftigten sich dagegen mit aktuellen Themen in der Selbsthilfe. Inhalte waren die politische Beteiligung, Zugangswege für junge Menschen in der Selbsthilfe, die Zusammenarbeit mit Krankenhäusern und rechtliche Schranken bei der Beratung durch Ehrenamtliche in der Selbsthilfe.
Das parallel stattfindende Forum unter Moderation von Dr. Claudia Ritter-Rupp beleuchtete ein wichtiges Thema, das leider viele Selbsthilfegruppen betrifft: der Bereich Depressionen und Burnout, zu dem es immer mehr Gruppengründungen gibt. Aber auch Gruppen von Menschen mit somatischen Erkrankungen sind von psychischen Erkrankungen betroffen.
Im Themenforum, das mit über 100 Teilnehmenden sehr gut besucht war, berichteten zunächst zwei Frauen aus der Selbsthilfe über ihre eigenen Erfahrungen. Beeindruckend war, wie sie sich trotz schwerer Schicksalsschläge und ihrer Erkrankung jetzt wieder zu innerer Kraft und Stärke kamen. Die Berichte wurden ergänzt von Dr. Matthias Dobmeier und Sonja Stipanitz, die wertvolle Informationen aus der Sicht eines Facharztes und einer Apothekerin beisteuerten.
Augsburg war schon 2005 Veranstaltungsort des größten Selbsthilfekongresses in Deutschland. Dieses Jahr fand er aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Schwaben zum zweiten Mal im Augsburger Rathaus und Zeughaus statt. Eine Ausstellung der schwäbischen Selbsthilfe unter dem Motto „Lebendige Selbsthilfe, Vielfalt Mensch – Vielfalt Selbsthilfe“ fand große Resonanz und ist noch bis zum 30. Oktober im Zeughaus zu sehen.
Gefördert wurde die Veranstaltung von der Selbsthilfefördergemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern, der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, der Bayerischen Landesapothekerkammer, dem Bayerischen Apothekerverband e.V. und der Stadt Augsburg.
Die Schirmherrschaft lag bei Emilia Müller, der Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, deren Ministerium die Einrichtung Selbsthilfekoordination Bayern maßgeblich fördert.
Veranstalter waren die Selbsthilfekoordination Bayern, der Verein SeKo Bayern e.V. und die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Schwaben.
Mehr Infos unter www.seko-bayern.de

Pressemitteilung von Seko Bayern, 27.10.2017

Kein Stammtisch im November

Der erste Mittwoch im November ist ein Feiertag und das Café Zeitlos hat geschlossen. Deshalb wird am 01.11. KEIN Stammtisch stattfinden.
Der nächste Stammtisch ist dann wieder am ersten Mittwoch im Dezember!

Bis dahin gibt es aber ja auch noch ein Treffen des Projektteams Selbstival, zu dem ihr herzlich eingeladen seid! Am 24.10., Infos bei uns!

Seltene Erkrankungen – Betroffene suche Betroffene

Die nationale Koordinierungsstelle für Selbsthilfegruppen NAKOS hat eine Themenliste für Betroffene von Seltenen Erkrankungen veröffentlicht, die Betroffenen helfen soll, bundesweit andere Betroffene zu finden und mit Ihnen in Kontakt zu treten. Die Liste finden Sie hier:

https://www.nakos.de/data/betroffene-suchen-betroffene-gemeinsame-themenliste.pdf

Stammtisch am 4. Oktober

Unser nächster Stammtisch für junge Erwachsene (etwa 18 – 35 Jahre) findet am 4. Oktober statt! Ob schon mal etwas mit Selbsthilfe zu tun gehabt oder nicht, du bist herzlich willkommen – schau einfach vorbei, ohne Anmeldung. Wir haben einen Tisch im Café Zeitlos in Nürnberg (Burgstraße 1-3), ab 19 Uhr reserviert!

Bis dahin 🙂

Kiss Nürnberg•Fürth•Erlangen,02.10.2017

kiss.magazin bei Durchgeknallt

„Durchgeknallt“ von Radio Z war bei uns zu Besuch, um uns über das kiss.magazin zu interviewen! Hier ist der Ausschnitt des Beitrags vom 20. Juli!

Hören Sie doch mal rein:

Den Artikel zum Nachlesen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Willst du mit mir reden?“. Sie erhalten das Magazin bei Kiss Nürnberg•Fürth•Erlangen oder als Download hier auf der Homepage unter Service > Publikationen.

Kiss Mittelfranken, 07.08.2017