
Seit zwei Jahrzehnten engagiert sich das Aktionsbündnis für seelische Gesundheit erfolgreich in der Antistigma-Arbeit. Ziel war und ist es, Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie ihre Angehörigen zu stärken und das Thema psychische Gesundheit nachhaltig in Politik, Fachwelt und der Öffentlichkeit zu verankern.
Zur diesjährigen Jubiläumswoche unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt” finden wieder deutschlandweit kleinere und größere Veranstaltungen statt, die das Thema in den Blick nehmen. Auch wir haben rund um den Aktionszeitraum vom 10. bis 20. Oktober einige Veranstaltungen geplant.
Hier ein Überblick:
Kiss Ansbach
Depressions-Trialog am 06.10.2026, 18 – 20 Uhr: Betroffene, Angehörige und professionell Tätige tauschen sich aus. Infos und Anmeldung.
Kiss Erlangen
Walk & Talk durch den Brucker Wald am 07.10.2026, 15 – 17 Uhr. Mehr Infos in unserem Seminarflyer.
Kiss Roth-Schwabach
Kursabend „Hilfe für die Seele“ am 09.10.2026, 16 – 19 Uhr in Kooperation mit der Stadt Roth für Senior*innen. Anmeldung bei der Seniorenbeauftragten der Stadt Roth, Brigitte Reinard unter Tel. 09171 848 558 oder brigitte.reinard@stadt-roth.de
Workshop „Meditatives Malen – raus aus dem Stress!“ am Di, 13.10.2026, 18 – 19:30 Uhr. Mehr Infos in unserem Seminarflyer.
Kiss Weißenburg-Gunzenhausen
Kursabend „Erste Hilfe für die Seele“ für interessierte Laien am Mo, 05.10.2026, 17:30 – 20:30 Uhr. Infos und Anmeldung.
Trialog Psychische Erkrankungen in Kooperation mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst am 12.10.2026, 18 – 20 Uhr: Betroffene, Angehörige und professionell Tätige tauschen sich aus. Infos und Anmeldung.
Kiss Nürnberg-Fürth
Filmabend „IRRE oder Der Hahn ist tot“ am 14.10.2026, 17:30 – 20:30 Uhr im Casablanca Filmkunsttheater. Mehr Infos in unserem Seminarflyer.
Forum Selbsthilfe am 20.10.2026, 17 – 19 Uhr: Austausch speziell für Selbsthilfegruppen aus dem Bereich Psychische Erkrankungen. Infos und Anmeldung.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) sind jedes Jahr in Deutschland 27,8 % der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkrankung betroffen, das entspricht rund 17,8 Millionen Menschen. Hinzu kommen noch Kinder und Jugendliche. Zu den häufigsten Krankheitsbildern zählen Angststörungen, Depressionen und Störungen durch Alkohol- oder Medikamentengebrauch.
Eine psychische Erkrankung betrifft nicht nur den betroffenen Menschen, sondern das ganze Familiensystem, den Freundeskreis, Arbeitskolleg*innen, letztlich uns alle in der Gesellschaft. Von daher ist es einerseits wichtig, die eigene seelische Gesundheit ähnlich wie die körperliche Fitness zu pflegen, Anzeichen von psychischen Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen und über Hilfsstrukturen informiert zu sein. Und andererseits ist es notwendig, gesellschaftliche Bedingungen, im Kleinen wie im Großen, für Erkrankte zu schaffen, um ihnen die Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. Es geht um ein Miteinander, das niemanden ausklammert.

Die gemeinschaftliche Selbsthilfe trägt ihren Teil dazu bei. Sie bietet nicht nur einen geschützten Raum für den Erfahrungs- und Informationsaustausch untereinander, sondern stärkt jede*n Einzelne*n und setzt sich für gesellschaftliche Verbesserungen ein.