Migrantische Selbsthilfe

Sprechblasen mit Begrüßungen auf verschiedenen Sprachen

Krankheit, Leid und Kummer müssen in der Muttersprache erzählt werden

Einander zuhören, unterstützen und sich gegenseitig austauschen, – das ist im Familien- und Freundeskreis in wohl allen Kulturen selbstverständlich.

Doch manchmal ist die Familie oder der Freundeskreis überfordert oder es gibt Tabus, die nicht ausgesprochen werden dürfen.

In Selbsthilfegruppen können sich die Menschen offen aussprechen – ohne auf Freunde oder Angehörige oder kulturelle Tabus Rücksicht nehmen zu müssen. Und wenn sich alle in der eigenen Muttersprache unterhalten können, entsteht ein Gefühl des Vertrauens, das zu einem lebendigen Austausch führen kann.

In folgendem Video wird beispielhaft auf Türkisch dargestellt, was Selbsthilfe eigentlich ist:
(Quelle: Paritätischer NRW)

Selbsthilfegruppen können für Menschen aus anderen Ländern auch das Leben in Deutschland selbst zum Thema machen und dazu beitragen, den Integrationsprozess zu gestalten.

Die Möglichkeiten und Chancen im Bereich der Selbsthilfe für Menschen aus anderen Kulturen können wir nur mit den MigrantInnen selbst herausfinden.

Deshalb suchen wir engagierte Männer und Frauen, die ihre eigenen Vorstellungen mit einbringen und ihren Landsleuten die Idee der Selbsthilfe und Selbstorganisation in der Muttersprache näher bringen können.

Bisher gibt es muttersprachliche Selbsthilfegruppen zu folgenden Themen:

  • Alkohol – polnisch und russisch
  • Chronische Erkrankung – russisch
  • Seelische Gesundheit – spanisch
  • Depressive Verstimmung – englisch (Gruppe in Gründung)