Termine

Herzliche Einladung zum Fachtag zum „Tag der Seltene Erkrankungen“

Seltene Erkrankungen bringen viele Herausforderungen mit sich wie lange Diagnosewege, komplexe Behandlungen und oft das Gefühl, mit vielem allein zu sein. Umso wichtiger ist die Selbsthilfe: Menschen, die ihre Erfahrungen teilen und andere unterstützen. Anmeldung hier.  

Wann: Sa, 21. 02.2026, 9 – 16 Uhr

Wo: Südpunkt, Pillenreuther Str. 147, 90459 Nürnberg 

Teilnahmebeitrag: 10 €

Unsere Seminare und Veranstaltungen finden Sie auf unserer Homepage.  

Mein Weg in die Selbsthilfe – Teil 6

Das WIR trägt

Seit unserem letzten Treffen habe ich viel darüber nachgedacht, was da gerade eigentlich entsteht. Am Anfang war da nur ich – mit meiner Unsicherheit, meiner Müdigkeit und meinem Wunsch, nicht mehr alleine zu sein. Jetzt sitze ich in einem Raum voller Menschen, die ich erst seit kurzer Zeit kenne, die mir aber auf unerklärliche Weise bereits vertraut vorkommen. 

Beim vierten Treffen wurde mir das besonders bewusst. Wir haben uns hingesetzt, Tee dampfte in den Tassen, und die Stimmung war vom ersten Moment an ruhig, fast warm. Niemand musste sich verstellen. Niemand musste stark tun. Es war, als würde ein gemeinsamer Mantel um uns liegen – ein Mantel aus Verständnis. 

Ich habe etwas erzählt, das ich sonst niemandem sagen konnte. Als ich fertig war, wartete ich – auf Stirnrunzeln, auf Unsicherheit, auf irgendeine Form von Distanz. Aber stattdessen nickten ein paar Menschen einfach. Eine Person meinte: „Ich kenne das. Ganz genauso.“ Und es war nicht nur ein dahingesagter Satz. Es war ein echtes Wiedererkennen. 

In diesem Moment ist etwas in mir aufgegangen – ein Gefühl von Aufgehoben-Sein, das ich lange nicht kannte. Das Gefühl, dass ich nicht nur erzähle, sondern gehört werde. Und dass da plötzlich ein WIR ist, das trägt, das hält, ohne einzuengen. 

Später erzählte jemand, dass sie in der vergangenen Woche einen schweren Moment gehabt habe und fast wieder in alte Muster gefallen wäre. „Dann habe ich an euch gedacht“, sagte sie. „Und daran, was wir letzte Woche besprochen haben.“ 
Es wurde still im Raum. Aber es war eine gute Stille. Eine, die sagt: Wir sind da. Auch außerhalb dieses Zimmers. 

Immer öfter erlebe ich solche Augenblicke. Kleine Gesten, die zeigen, dass aus einer Idee langsam eine Gemeinschaft wird: Jemand bringt Traubenzucker für alle mit. Jemand fragt nach, wie der Termin beim Arzt gelaufen ist. Jemand anderes bietet an, für eine Person mitzudenken, die heute nicht da sein kann. 

Wir haben noch vieles nicht geklärt und es gibt bestimmt auch mal schwierigere Treffen – aber das macht mir keine Angst mehr. Denn ich habe verstanden, dass ich nicht mehr allein vor irgendeinem Berg stehe. Wir stehen davor. Zusammen. Und gemeinsam wirkt er weniger steil. 

Als wir heute auseinandergegangen sind, habe ich gespürt, dass ich mich inzwischen auf jedes Treffen freue, nicht nur ein bisschen, sondern richtig. Und der Gedanke, der mir auf dem Heimweg kam, war ungewohnt – aber schön: 

Ich bin Teil von etwas. Und dieses Etwas trägt mich. 

Ich glaube, genau darum geht es in der Selbsthilfe. Nicht darum, perfekt zu sein oder immer genau zu wissen, was man sagen soll. Sondern darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen einander halten – manchmal durch Worte, manchmal einfach durch ihr Dasein. 

Und ich merke: Ich bin angekommen. Wir sind angekommen. 
Gemeinsam. 

Gedanken zum Abschied zweier Kolleginnen

Elisabeth Benzing (Geschäftsführung Kiss Mittelfranken) verabschiedet sich in den Ruhestand und Darja Schneider (Kontaktstellenleitung Kiss Nürnberg/Fürth) wechselt die Stelle. 

 Was war das Besondere in der Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen? 

Elisabeth 

Ich habe immer sehr, sehr viel Wertschätzung von den Teilnehmenden aus den Selbsthilfegruppen erfahren – egal, ob es ein Seminar war, eine große Veranstaltung, ein Gruppentreffen, ein Online-Austausch, ob in Nürnberg, in Ulm, in Hof oder in Heilbronn, immer gab es positive Rückmeldungen. Und immer waren die Menschen offen für neue Impulse, waren neugierig auf das, was Teilnehmende aus anderen Gruppen erzählten, und brachten sich gegenseitig viel Respekt entgegen.  
 

Darja 

Das Herausragendste war für mich all die starken, herzlichen Persönlichkeiten, die sich nicht durch ihre Erkrankungen oder Lebensschicksale unterkriegen lassen. Durch den Kontakt mit den Selbsthilfegruppen habe ich lernen dürfen, welche Kraft in der Selbstermächtigung liegt – Berge können eben manchmal doch versetzt werden, im Großen wie im Kleinen. Und es lohnt sich immer, für sich selbst und die eigenen Themen einzustehen. Ich bin sehr dankbar für alles, was ich in den Jahren als Selbsthilfeunterstützerin nicht nur beruflich, sondern auch persönlich für mich mitnehmen konnte. 

 Wie bleibt dir das Team Kiss Mittelfranken in Erinnerung?

 Elisabeth 

Das große Plus in der Arbeit bei Kiss ist das Bewusstsein aller Kolleg*innen, dass die Vorhaben in der Unterstützungsarbeit für die Selbsthilfegruppen in Mittelfranken nur im MITEINANDER gut gelingen. Das wird überall im täglichen Tun spürbar. Selbstverständlich springt jede*r ein, wenn personeller Notstand „ausgerufen“ wird, selbstverständlich werden Abend- oder Wochenendtermine übernommen. Und all die Krisen der letzten Jahre hat Kiss nur dadurch so gut bewältigt, weil gemeinsam nach Lösungen gesucht wurde und jede*r bereit war, auch bei sich selbst zurückzustecken. 
 

Darja 

Unser Team verkörpert für mich in besonderer Weise die Vielfalt und Lebendigkeit der Selbsthilfelandschaft. In der gemeinsamen Arbeit haben wir die zentralen Werte der Selbsthilfe stets authentisch gelebt: Empowerment, Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung, Akzeptanz und Offenheit. Besonders beeindruckt hat mich die große Bandbreite an Kompetenzen und Persönlichkeiten im Team, die sich im Miteinander bereichern und stärken. Diese Vielfalt ist aus meiner Sicht die größte Stärke von Kiss Mittelfranken und prägt die Qualität der Unterstützung, die Menschen hier erfahren. Ebenso wertvoll war die Art, wie wir Herausforderungen gemeinsam angegangen werden – mit Professionalität, gegenseitigem Vertrauen und nicht zuletzt mit einer guten Portion Humor, der auch in schwierigen Momenten Leichtigkeit ermöglicht hat. Für diese Zusammenarbeit und die vielen bereichernden Erfahrungen bin ich sehr dankbar. 

 Was wünscht du der Selbsthilfe für die Zukunft? 

Elisabeth 

Ich wünsche mir, dass all diejenigen, die Kiss Mittelfranken und die Selbsthilfegruppen finanziell unterstützen, sich immer der gesellschaftlichen Tragweite der Selbsthilfegruppen bewusst bleiben. Die Attraktivität einer Kommune steigt, wenn sie eine gesundheitsfördernde Lebensgrundlage aufweisen kann. Zweifelsohne ist die Selbsthilfe ein wichtiger Bestandteil davon. 
Ich wünsche mir, dass die gemeinschaftliche Selbsthilfe zunehmend als eine wichtige Säule für eine funktionsfähige demokratische Gesellschaft wahrgenommen wird. Hier finden Menschen einen Weg aus der Einsamkeit, hier findet ein wertschätzender Austausch statt, hiervon geht ein Signal aus in die Gesellschaft: Gemeinsam können wir es schaffen! 

 Darja 
Auch ich kann mich Elisabeths Worten vollkommen anschließen. Ein besonderes Herzensprojekt für mich war der weitere Ausbau der muttersprachlichen Selbsthilfe. Ich wünsche der Selbsthilfelandschaft, dass sie weiterwächst, Menschen verschiedenster Herkunft einen Ort des Austausches unter Gleichgesinnten bietet und sich noch viele weitere muttersprachliche Gruppen gründen. 

Möge die Selbsthilfe auch in Zukunft ihre grundlegenden Werte bewahren – gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen spürbarer werden. Sie ist und bleibt ein wichtiger Schutz- und Begegnungsraum in einer zunehmend individualisierten Welt. 

 Magst du zum Abschluss noch eine Anekdote aus deiner Zeit bei Kiss erzählen? 

Elisabeth 

Ich erinnere mich gerne an die Feier zum 30jährigen Jubiläum, bei der wir als Team die Zukunft der digital programmierten telefonischen Beratung als Sketch darstellten. Noch antworten bei Kiss „echte“ Berater*innen und KI hat die Beratungsgespräche bei uns nicht erobert, aber vor rund 12 Jahren haben uns die digitalen Ansagen der allgegenwärtigen Callcenter inspiriert, uns eine neue Form der Beratung in der Selbsthilfeunterstützung auszudenken und wir hatten viel Spaß dabei.  

 Darja 

Meine Anekdote zieht sich über stolze acht Jahre: Unser Selbsthilfemobil in Form einer Piaggio Ape. 
Mein erster Projektantrag bei Kiss 2017 wurde direkt bewilligt – und plötzlich war ich „Mama“ einer flotten kleinen „Biene“ (Ape = Biene auf Italienisch). Und wie das mit Kindern so ist: Sie hat mein Leben bereichert… und mir dabei auch das eine oder andere graue Haar beschert. 

Die Begegnungen mit ihr bei öffentlichkeitswirksamen Aktionen oder im Straßenverkehr waren pures Entertainment: von strahlendem Lächeln, Daumen hoch, genervtem Anhupen über irritierte Blicke bis hin zu „Was ist das denn?!“ war wirklich alles dabei. Selbst Bürgermeister*innen, ein Landrat, Selbsthilfeaktive und Geschäftsführer*innen haben, ohne zu zögern auf der Ape Platz genommen – und dabei gegrinst wie Honigkuchenpferde. 

Unsere „Biene“ hat mich viele Nerven gekostet, aber mindestens genauso viele unvergessliche Glücksmomente geschenkt. Und wie alle Kinder irgendwann flügge werden, durfte auch mein „Kiss-Baby“ weiterziehen – in die liebevollen Hände von Kiss Regensburg. Ich könnte mir kein besseres Zuhause für sie wünschen. 

Projekte: „Selbsthilfe trifft …“

Abgeschlossenes Projekt: „Selbsthilfe trifft Arbeit“

Unter dem Motto „Wenn Sie die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden fördern wollen, dann sollten Sie sich unbedingt über die Wirkungsweise von Selbsthilfegruppen informieren“ ging Kiss mit dem Projekt in Kooperation mit der AOK Bayern im Jahr 2024 an den Start. 

Zwei Jahre tourte Kiss durch die mittelfränkische Unternehmenslandschaft und was hat die Kampagne gebracht? 

Politische Parteien luden Kiss zu Veranstaltungen zum Thema “Psychische Gesundheit und Arbeit” ein, die Industrie- und Handelskammer Mittelfranken sowie die Wirtschaftsförderung Altmühlfranken griffen das Thema in ihren Newslettern auf.  

Im Rahmen des Netzwerks „Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz“ und am „Runden Tisch BEM“ informierten sich weit über 50 Unternehmen über die Angebote in der mittelfränkischen Selbsthilfelandschaft.  

Die „Früchte“ der Werbekampagne in den Unternehmen konnten schon bald geerntet werden: Am Gesundheitstag von LEONI GmbH in Roth war Kiss mit einem Infostand und Vortrag vor Ort, beim Gesundheitstag der Niederlassung von Bosch in Ansbach-Brodswinden informierte Kiss die Interessierten. Die Beratungs- und Kontaktadressen von Kiss wurde in betriebsinternen Intranets aufgenommen, Sozialberatungen der großen Unternehmen forderten Informationsflyer an, die Selbsthilfe wurde als Bestandteil im Betrieblichen Eingliederungsmanagement verankert. Die Mental Health First Aid Kurse, die Kiss mittelfrankenweit den größeren Unternehmen angeboten hatten, waren gut besucht.  

Kiss hielt In-House-Seminare für die Stadt Fürth, die Sparkasse Nürnberg und die Stadt Schwabach sowie In-House-Vorträge bei DATEV Nürnberg und Siemens Erlangen.  

Und der krönende Abschluss des Projekts im Oktober 2025: Kiss präsentierte die Ausstellung „Selbsthilfe zeigt Gesicht“ auf der ConSozial in Nürnberg. Das Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales stellte den Platz dafür kostenlos zur Verfügung. Viele Unternehmen aus dem Sozialbereich informierten sich am Stand über die Angebote von Kiss und den Selbsthilfegruppen.  

Der Erfolg des Projektes hat Mut gemacht, weshalb Kiss im Jahr 2026 zuversichtlich das nächste Projekt startet. 

 Neues Projekt: „Vom Ich zum Wir – Psychotherapie trifft Selbsthilfe“ 

Mit dem Projekt „Vom Ich zum Wir – Psychotherapie trifft Selbsthilfe“ stärkt Kiss Mittelfranken gemeinsam mit der AOK Bayern die Zusammenarbeit zwischen Psychotherapie und gemeinschaftlicher Selbsthilfe in Mittelfranken. Ziel ist es, therapeutische Fachkräfte und Selbsthilfegruppen stärker miteinander zu vernetzen und das gegenseitige Verständnis zu fördern. 

Selbsthilfegruppen bieten Menschen mit psychischen Belastungen einen geschützten Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und Empowerment. Studien belegen, dass die Teilnahme an Selbsthilfegruppen zu mehr Selbstbewusstsein, besserer Alltagsbewältigung und einer stabileren psychischen Gesundheit führen kann. Die gemeinschaftliche Selbsthilfe versteht sich dabei nicht als Ersatz, sondern als sinnvolle Ergänzung zur professionellen Therapie. 

Im Rahmen des Projekts werden Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten dazu ermutigt, Selbsthilfeangebote gezielt in ihre Arbeit einzubeziehen und Klientinnen und Klienten bei Interesse an Kiss Mittelfranken zu verweisen. Kiss bietet hierfür individuelle Beratung, Informationsmaterialien und Fachimpulse an und unterstützt zudem bei der Vernetzung zwischen Praxis, Klinik und Selbsthilfe. 

Das Projekt eröffnet auch für bestehende Selbsthilfegruppen neue Perspektiven: Durch die verstärkte Kooperation mit Fachkräften entstehen Austauschmöglichkeiten, gemeinsame Aktionen und eine größere Sichtbarkeit innerhalb des Versorgungssystems. 

  

Weitere Informationen zum Projekt stehen unter 

www.kiss-mfr.de/vom-ich-zum-wir  

Weißer Engel für Engagement in der Selbsthilfe verliehen

Am 30. Oktober 2025 wurden in Nürnberg wieder verdiente Ehrenamtliche mit dem „Weißen Engel“ ausgezeichnet – einer Ehrung des Bayerischen Gesundheitsministeriums für herausragenden Einsatz im Gesundheits- und Pflegebereich. 

Unter den Geehrten war auch Hannelore Vierheller aus Theilenhofen-Gundelsheim, die sich seit über zwanzig Jahren als kompetente Ansprechpartnerin der Selbsthilfegruppe „MS-Treff“ Gunzenhausen engagiert. Ihr unermüdlicher Einsatz zeigt, wie wertvoll Selbsthilfe für Betroffene von Multiple Sklerose und deren Angehörige ist – und dass diese Form des Engagements oft zu wenig Beachtung findet. 

Es ist schön zu sehen, dass Menschen aus der Selbsthilfe immer wieder unter den Preisträgerinnen und Preisträgern sind. Für die Region Weißenburg-Gunzenhausen ist dies bereits die dritte Ehrung – ein sichtbares Zeichen für gelebte Selbsthilfe! 

Es ist wieder Spendenzeit – denken Sie an Kiss!

Liebe Newsletter-Abonnent*innen, die besinnliche Zeit liegt vor uns und mit ihr die Frage nach dem Schenken und dem Beschenkt-Werden. Viele Familien entscheiden sich ganz bewusst für das Konzept „Spenden-statt-Geschenke“. Denn wir kennen es alle: Ab einem gewissen Alter besitzen wir alles, was wir uns wünschen. Wenn wir Geld ausgeben, dann soll es gut eingesetzt sein und einen Zweck erfüllen. 

Mit diesem Newsletter möchten wir Sie gerne dazu ermuntern, bei Ihren diesjährigen Spendenüberlegungen auch an Kiss zu denken!  

Es sind Ihre kleinen und großen Beiträge, die nicht nur wichtige Bedarfe decken, sondern auch unsere Arbeit stärken – heute, morgen und übermorgen. Denn die gemeinschaftliche Selbsthilfe bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil des bürgerschaftlichen Engagements. So auch in Mittelfranken.  

Wir von Kiss tun alles dafür, dass das so bleibt. 

Ja, unsere Unterstützung von Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeaktiven kostet Geld: Wir beraten am Telefon und vermitteln in bestehende Gruppen, wir helfen bei der Gruppengründung und stellen Räumlichkeiten für Treffen zur Verfügung. Wir betreiben aktive Öffentlichkeitsarbeit und geben den Betroffenen eine Plattform, um mit ihrem Thema nach außen zu gehen. Doch diese Arbeit ist kein Nice-to-have, sondern eine Notwendigkeit, wenn wir der Einsamkeit in unserer Gesellschaft wirklich begegnen wollen. 
 
Ihre Spendenbereitschaft erinnert uns daran, dass es viele Menschen gibt, die unsere Vision mit Herz und Leidenschaft mittragen. Und deshalb sagen wir heute DANKE für Ihre Unterstützung der gemeinschaftlichen Selbsthilfe in unserer Region! 

Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten eine besinnliche Weihnachtszeit  

Ihr haupt- und ehrenamtliches Team von Kiss Mittelfranken 

Mitgliederversammlung beschließt Satzungsänderung

Aus dem alten Vorstand wird der neue Beirat (v.l.n.r.): Jürgen Ungerer (neu im Beirat), Gabi Schmöller (Interims-Vorständin bis 31.12.2025), Ulla Krämer (ehem. 1. Vorständin, neu im Beirat) und Norbert Dietz (ehem. 2. Vorstand, neu im Beirat)

Große Umstrukturierung bei Kiss: Bei der diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung unseres Trägervereins Selbsthilfekontaktstellen Kiss Mittelfranken e.V. am 11. November 2025 in der Nürnberger Kontaktstelle stimmten die Mitglieder über eine neue Satzung ab. Bereits Mitte Juli war der Satzungsentwurf bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung besprochen und diskutiert worden, nun wurde endgültig darüber abgestimmt. Alle anwesenden Vereinsmitglieder stimmten für die neue Satzung, die damit als angenommen gilt.  

Die grundlegende Veränderung betrifft die leitenden Organe des Vereins: Statt eines ehrenamtlichen Vorstandes wird künftig ein hauptamtlicher geschäftsführender Vorstand eingesetzt, der den Verein gerichtlich wie außergerichtlich vertritt und ebenso die operativen Geschäfte von Kiss Mittelfranken und seinen Kontaktstellen übernimmt. Eingesetzt, beaufsichtigt und kontrolliert wird dieser Vorstand durch einen ehrenamtlichen Beirat. Dieser wurde direkt im Anschluss gewählt. 

Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit mit unseren drei neuen Beiratsmitgliedern Jürgen Ungerer, Ulla Krämer und Norbert Dietz. Ganz herzlichen Dank für euer Engagement und dass ihr der Selbsthilfe und unserem Verein so treu bleibt! 

Zudem bedanken wir uns im Namen des Vereins sowie aller haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden bei unserer Vorständin Gabi Schmöller, die nach einer Übergangsphase bis zum Ende des Jahres ihr Vorstandsamt niederlegt und das Leitungsgremium von Kiss verlassen wird.  

Die beiden ehrenamtlichen Kassenprüfer Oliver Lutsch und Jens Bäter haben sich bereit erklärt, ihr Amt um ein weiteres Jahr zu verlängern und wurden in offener Abstimmung wiedergewählt. Auch hier sagen wir: Dankeschön für eure Zeit und eure Unterstützung für Kiss! 

Nachdem alle übrigen Formalia und notwendigen Tagesordnungspunkte erfolgreich abgehakt werden konnten, wurde die Mitgliederversammlung offiziell mit einem anschließenden Austausch und Imbiss in der Kontaktstelle von Kiss Nürnberg beendet. Wir haben uns über euer Kommen sehr gefreut 😊!

Erster bundesweiter Tag der Gemeinschaftlichen Selbsthilfe

Haben Sie schon mal einen großen öffentlichen Stuhlkreis auf dem Kornmarkt gesehen? Falls ja, waren Sie sicherlich beim ersten bundesweiten Tag der Gemeinschaftlichen Selbsthilfe in Nürnberg dabei! Falls nein, sollten Sie sich den 16. September 2026 unbedingt in den Kalender schreiben! 

Denn: Ab jetzt wird dieser Tag jährlich zum Aktionstag, um auf die Bedeutung der knapp 49.000 Selbsthilfegruppen in Deutschland hinzuweisen.  

Kiss Mittelfranken war mit einem bunten Programm auf dem Kornmarkt in Nürnberg dabei. Zusammen mit Selbsthilfeaktiven startete Kiss um 12.30 Uhr mit Infoständen, musikalischen Beiträgen, Lesungen, Wortbeiträgen und Bewegungseinheiten zum Mitmachen. Oben an den Balkonen des Gewerkschaftshauses hingen große Banner, die auf den Selbsthilfetag hinwiesen, direkt vor dem Gewerkschaftshaus war die Ausstellung „Selbsthilfe zeigt Gesicht“ aufgebaut. Ein besonderer „Hingucker“ waren die orangefarbenen Käppis für alle Beteiligten, die auf eine gemeinsame Aktion hinwiesen. Erstaunlich viele Menschen fanden den Weg auf den Kornmarkt, um sich über die Selbsthilfe zu informieren. 

Um 16 Uhr wurde direkt beim Zugang zur „Straße der Menschenrechte“ ein großer Stuhlkreis aufgebaut, in dem sich trotz des kalten Wetters über 60 Teilnehmende einfanden. Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster und die Umwelt- und Gesundheitsreferentin Britta Walthelm sprachen die einleitenden Worte. Sie hoben vor allem nochmals die Bedeutung der gemeinschaftlichen Selbsthilfe für unser Gesundheitswesen, für den sozialen Zusammenhalt und für die Förderung demokratischer Strukturen hervor. Auf allen Ebenen profitieren nicht nur die Teilnehmenden in den Selbsthilfegruppen davon, sondern die ganze Gesellschaft gewinnt einen Mehrwert. Viele kurze Beiträge zur Wirkweise und zur Erfolgsgeschichte der gemeinschaftlichen Selbsthilfe folgten aus der großen Runde. Z.B. wurde erwähnt, dass in Nürnberg die Aidshilfe, das Frauen- und Mädchengesundheitszentrum und Wildwasser aus Selbsthilfegruppen entstanden sind. Und nicht umsonst lautet das Motto von Kiss Mittelfranken dieses Jahr „Miteinander ist JETZT“. Ein klares Statement machte deutlich, dass die gemeinschaftliche Selbsthilfe als leuchtendes Beispiel dafür genommen werden kann. Nur wenn wir es schaffen, uns auf einen gemeinsamen Weg zu begeben, um Lösungen zu finden, werden wir die derzeitigen gesellschaftlichen Krisen bewältigen können. 

Liebe Newsletter-Abonnent*innen,

herzlich willkommen zu unserer neuesten Ausgabe von „Blitzlicht“, dem Newsletter von Kiss Mittelfranken! In dieser Ausgabe haben wir wichtige Neuigkeiten, inspirierende Erfolgsgeschichten und hilfreiche Tipps für Sie zusammengestellt. Erfahren Sie mehr über unsere aktuellen Projekte, kommende Veranstaltungen und die neuesten Entwicklungen im Bereich der Selbsthilfe.

Unser Ziel ist es, Ihnen wertvolle Informationen und Unterstützung zu bieten, damit Sie gestärkt und gut informiert sind. Lassen Sie sich inspirieren von den Erfahrungen unserer Selbsthilfegruppen und erfahren Sie, wie Sie sich aktiv einbringen können.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und freuen uns auf Ihr Feedback!

Herzliche Grüße

Ihr Team von Kiss Mittelfranken

Kiss zeigt Gesicht – Wir kommen in die Gruppen!

Seit Kurzem ist unser neues Angebot „Kiss zeigt Gesicht“ im Großraum Nürnberg erfolgreich angelaufen – und der Start hätte kaum besser verlaufen können: Zehn Gruppen haben wir bereits besucht, um unser Angebot und unsere Unterstützungsmöglichkeiten persönlich vorzustellen.

Hintergrund des Projekts ist ein bekanntes Phänomen: In vielen Fällen besteht seitens Kiss ein guter Kontakt zu ein oder zwei Ansprechpersonen aus der Gruppe – die übrigen Teilnehmenden bleiben hingegen häufig unbekannt. Umgekehrt wissen auch viele Gruppenmitglieder wenig über die Arbeit von Kiss, obwohl sich unser umfangreiches Angebot an alle Personen innerhalb der Gruppen richtet.

Mit „Kiss zeigt Gesicht“ möchten wir diesen Zustand ändern. Ziel des Angebots ist es, mit allen Menschen in den Gruppen direkt in Kontakt zu treten, die Arbeit von Kiss vorzustellen und ins Gespräch zu kommen – niedrigschwellig, auf Augenhöhe und gerne im Rahmen eines regulären Gruppentreffens.

Die Resonanz auf unsere Besuche war bisher durchweg positiv – viele Gruppen zeigten sich interessiert, überrascht über die Angebotsvielfalt und erfreut über die persönliche Begegnung.

Auch Ihre Gruppe kann dabei sein

Das Angebot richtet sich an alle Selbsthilfegruppen in Nürnberg, in Stadt und Landkreis Fürth sowie im Nürnberger Land. Wenn Sie Interesse daran haben, dass auch Ihre Gruppe Besuch von Kiss erhält, melden Sie sich gerne bei uns unter nuernberg@kiss-mfr.de oder nuernberger-land@kiss.de . Ein Besuch dauert etwa 30 Minuten und kann ganz flexibel gestaltet werden – mit einem allgemeinen Überblick oder auf Wunsch auch mit thematischen Schwerpunkten.

Wir freuen uns darauf, Sie und Ihre Gruppe kennenzulernen – persönlich, direkt und mit dem Ziel, die Selbsthilfe gemeinsam noch sichtbarer und wirksamer zu machen.